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Matcha: Trend und Risiko
Matcha gewinnt weiter an Beliebtheit, doch mit steigenden Importmengen häufen sich auch die Grenzzurückweisungen. 2026 wurden unter anderem Rückstände von Flonicamid, Tebuconazol, Thiamethoxam, Lambda-Cyhalothrin, Tolfenpyrad und Dinotefuran gefunden, teils auch der nicht zugelassene Wirkstoff Lufenuron sowie erhöhte Aluminiumwerte. Betroffen waren Importe aus Vietnam, China und teils Japan.
Doch warum ist ausgerechnet Matcha so anfällig?
Anders als bei klassischem Tee wird bei Matcha nicht nur ein Aufguss getrunken, sondern das fein gemahlene Blatt konsumiert. Rückstände, die sonst größtenteils im Blatt zurückbleiben, gelangen so vollständig ins Produkt.
Hinzu kommt die Anbaumethode. Die Pflanzen werden vor der Ernte wochenlang beschattet (Farbe, Reduzierung Bitterstoffe), das macht sie anfälliger für Schädlinge und Pilzbefall und begünstigt einen intensiveren Pflanzenschutzmitteleinsatz. Teepflanzen reichern zudem von Natur aus Aluminium aus dem Boden an.
Auch die Herkunft spielt eine große Rolle. Bio-Matcha aus Japan schneidet in Untersuchungen meist besser ab als konventionelle Ware, weil in den Herkunftsländern teils weniger strenge Grenzwerte gelten als in der EU.
💡Unternehmen, die Matcha importieren oder verarbeiten sollten daher Wareneingangskontrollen und dem Rückstandsmanagement einen hohen Stellenwert einräumen, gerade bei wechselnden oder neuen Lieferanten.
𝐖𝐞𝐧𝐧 '𝐚𝐥𝐥𝐞𝐫𝐠𝐞𝐧𝐟𝐫𝐞𝐢' 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐫𝐠𝐞𝐧𝐟𝐫𝐞𝐢 𝐢𝐬𝐭?
Eine aktuelle RASFF-Meldung (2026.6237) zeigt: Haferflocken, die als glutenfrei deklariert waren, wiesen bei der Eigenkontrolle einen zu hohen Glutengehalt auf. Die Ware wurde zurückgerufen. Gemeldet wurde der Fall aus Belgien, betroffen waren auch Luxemburg und die Niederlande.
Ein Allergenfund im Fertigprodukt ist einer der kritischsten Momente im Qualitätsmanagement, besonders in Betrieben, die sowohl allergenhaltige als auch allergenfreie Produkte herstellen. Doch wie geht man in so einem Fall strukturiert vor?
- Rückverfolgbarkeit einleiten
Wie viel Ware wurde produziert, welche Rohstoffe wurden verwendet? Auch das Team befragen, etwa zu Reinigung und Produktionsplänen, um mögliche Kreuzkontaminationen einzugrenzen. - Rückstellmuster sichern
Muster der betroffenen Charge oder Palette suchen und bereithalten. - Probenahmezeitpunkt prüfen
Bei Allergenanalysen wie Gluten lohnt sich der Blick auf die Uhrzeit der Probenahme. Werte sind oft zu Produktionsbeginn, etwa nach der Reinigung, höher als später im Prozess
💡Tipp: Uhrzeiten notieren!
- Analyseablauf auf Plausibilität prüfen
Testkontrollen, Auswertungskurven und gegebenenfalls die externe Analyse gegenchecken. Auch Freigabeanalysen von Rohstoffen und Anlagen einbeziehen. - Nachanalysen beauftragen
Auffällige Rohstoffe direkt mit analysieren. Bei externen Laboren einen Express-Auftrag abklären, üblich sind 12 bis 24 Stunden nach Probeneingang, ergänzt durch Express-Versand. Proben zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Produktion nehmen. Positivbefunde sollten grundsätzlich von einem akkreditierten Labor verifiziert werden, mit Blick auf Methode (ELISA, PCR, LC-MS/MS) und Bestimmungsgrenze. - Ergebnisse vergleichen
Oft stellt sich ein Erstbefund als falscher Alarm heraus. Eine strukturierte Vorgehensweise entscheidet in solchen Fällen über Ruhe oder Chaos im Betrieb.
𝐏𝐏𝐖𝐑 𝐦𝐢𝐭 𝐈𝐅𝐒-𝐓𝐨𝐨𝐥 𝐩𝐫ü𝐟𝐞𝐧 - Anmeldung möglich
Die IFS-Lösung verfolgt einen zweistufigen Ansatz:
𝐒𝐜𝐡𝐫𝐢𝐭𝐭 1: 𝐅𝐫𝐚𝐠𝐞𝐛𝐨𝐠𝐞𝐧 𝐳𝐮𝐫 𝐒𝐞𝐥𝐛𝐬𝐭𝐞𝐢𝐧𝐬𝐜𝐡ä𝐭𝐳𝐮𝐧𝐠
Hierbei handelt es sich um einen intuitiven, benutzerfreundlichen Online-Fragebogen, der über die IFS-Datenbank kostenlos zugänglich ist.
[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]
Vorteil: Informationen können über die Datenbank mit Einzelhandels-Partnern ausgetauscht werden!
𝐒𝐜𝐡𝐫𝐢𝐭𝐭 2: 𝐏𝐏𝐖𝐑-𝐊𝐨𝐧𝐟𝐨𝐫𝐦𝐢𝐭ä𝐭𝐬𝐜𝐡𝐞𝐜𝐤
Der von einem Auditor oder Assessor durchgeführte Check ermöglicht eine detailliertere Bewertung der PPWR-bezogenen Prozesse und der Konformität mit den relevanten Anforderungen.
𝐈𝐧𝐟𝐨𝐬 𝐳𝐮𝐫 𝐀𝐧𝐦𝐞𝐥𝐝𝐮𝐧𝐠 zur Selbsteinschätzung sind in diesem Dokument zu finden: https://www.ifs-certification.com/images/ifs_documents/IFS_PPWR_Conformance_Self_Assessment_Registration_fact_sheet_EN.pdf
𝐏𝐏𝐖𝐑 𝐦𝐢𝐭 𝐈𝐅𝐒-𝐓𝐨𝐨𝐥 𝐩𝐫ü𝐟𝐞𝐧
Der IFS wird in Form des 𝐏𝐏𝐖𝐑 𝐂𝐨𝐧𝐟𝐨𝐫𝐦𝐚𝐧𝐜𝐞 𝐒𝐞𝐥𝐟-𝐀𝐬𝐬𝐞𝐬𝐬𝐦𝐞𝐧𝐭 eine Lösung zur Prüfung der PPWR-Anforderungen anbieten. Hierzu ist ein Online-Fragebogen in der IFS-Datenbank auszufüllen. Das Ergebnis soll einen Hinweis über Umsetzungslücken liefern. In einem späteren Schritt wird auch eine Prüfung im Rahmen des IFS-Audits angeboten.
𝐇𝐀𝐂𝐂𝐏: 𝐒𝐨𝐦𝐦𝐞𝐫𝐡𝐢𝐭𝐳𝐞 𝐢𝐬𝐭 𝐤𝐞𝐢𝐧 𝐅𝐫𝐞𝐢𝐟𝐚𝐡𝐫𝐭𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐧
Diese Woche: IFS-Audit in der Fleisch- und Fischverarbeitung bei 36 °C Außentemperatur. Das Audit verlief erfolgreich, weil wir gut vorbereitet waren. Aber was aktuell generell verstärkt auffällt ist, dass bisherige qualitätssichernde Maßnahmen bei derartiger Hitze nicht mehr greifen.
Das HACCP-Konzept muss dahingehend überarbeitet werden.
Themen, die jahrelang problemlos funktioniert haben, werden plötzlich zur Herausforderung:
→ 𝐀𝐛𝐟𝐚𝐥𝐥𝐦𝐚𝐧𝐚𝐠𝐞𝐦𝐞𝐧𝐭 Bei hohen Temperaturen steigt das mikrobiologische Risiko in der Produktion rapide. Abfalleimer müssen ggf. aktiv gekühlt oder deutlich häufiger geleert werden. Stichwort Fliegenbefall!
𝐖𝐞𝐧𝐧 𝐌𝐢𝐭𝐚𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐰𝐢𝐬𝐬𝐞𝐧 𝐰𝐚𝐬 𝐟𝐚𝐥𝐬𝐜𝐡 𝐰𝐚𝐫..
..𝐤ö𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐬𝐢𝐞 𝐞𝐬 𝐚𝐮𝐜𝐡 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐫𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠 𝐦𝐚𝐜𝐡𝐞𝐧
Wenn es beim IFS-Audit Abweichungen gibt, oder die Lebensmittelkontrollbehörde bei einer Begehung Mängel festgestellt hat, landet das Thema meistens bei QM, Produktionsleitung und Geschäftsführung. Die besprechen es, dokumentieren es, und haken es ab.
Aber die 𝐏𝐫𝐨𝐝𝐮𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧𝐬𝐦𝐢𝐭𝐚𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫, die täglich mit den betroffenen Prozessen arbeiten? 𝐃𝐢𝐞 𝐞𝐫𝐟𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐨𝐟𝐭 𝐠𝐚𝐫 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭𝐬 𝐝𝐚𝐯𝐨𝐧.
Aktuelle RASFF-Meldungen
Gewürze sind ein toller Rohstoff, importiert sind sie jedoch häufig mit 𝐏𝐞𝐬𝐭𝐢𝐳𝐢𝐝𝐞𝐧 belastet. Vor allem Pflanzenschutzmittel, die in der EU verboten sind, fallen oft negativ auf. Aktuelle RASFF-Meldungen zeigen Überschreitungen bei Pfeffer aus China und Kreuzkümmel aus Indien, China und Ägypten. Das Beispiel zeigt einen Auszug der 15 Überschreitungen einer Lieferung indischen Cumins, die im Rahmen von Grenzkontrollen in Schweden ermittelt wurden.
Ein auf die Produktpalette abgestimmtes Rohstoffmonitoring beugt Reklamationen und Produktrückrufe vor.
IFS Doctrines
Neue IFS Doctrines wurden veröffentlicht und damit auch eine Klarstellung zu 𝐒𝐢𝐭𝐮𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧, 𝐢𝐧 𝐝𝐞𝐧𝐞𝐧 𝐙𝐞𝐫𝐭𝐢𝐟𝐢𝐳𝐢𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠𝐬𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐢𝐧𝐧𝐞𝐫𝐡𝐚𝐥𝐛 𝐯𝐨𝐧 𝐝𝐫𝐞𝐢 𝐀𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭𝐬𝐭𝐚𝐠𝐞𝐧 ü𝐛𝐞𝐫 𝐛𝐞𝐬𝐭𝐢𝐦𝐦𝐭𝐞 𝐅ä𝐥𝐥𝐞 𝐢𝐧𝐟𝐨𝐫𝐦𝐢𝐞𝐫𝐭 𝐰𝐞𝐫𝐝𝐞𝐧 𝐦ü𝐬𝐬𝐞𝐧.
Betroffen ist die Anforderung: IFS Food 1.2.6, IFS Logistics 1.2.4, IFS Broker 1.2.7 und IFS PACsecure 1.2.6.
𝐖𝐚𝐫𝐮𝐦 𝐝𝐞𝐫 𝐈𝐅𝐒 𝐤𝐞𝐢𝐧 𝐒𝐢𝐞𝐠𝐞𝐥 𝐟ü𝐫 𝐄𝐧𝐝𝐤𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐢𝐬𝐭
Der IFS ist ein 𝐁𝐮𝐬𝐢𝐧𝐞𝐬𝐬-𝐭𝐨-𝐁𝐮𝐬𝐢𝐧𝐞𝐬𝐬-𝐒𝐭𝐚𝐧𝐝𝐚𝐫𝐝. Er wurde geschaffen, um Handel, Marken und Hersteller entlang der Lieferkette eine verlässliche Vergleichbarkeit von Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsprozessen zu geben, nicht als Verbrauchersiegel.
💡Genau deshalb ist auch die Nutzung in der Endkundenwerbung (z.B. IFS Logo auf Verpackungen, Flyern für Endkunden oder Produktanzeigen) nicht erlaubt. Auf der eigenen Website darf das IFS-Logo nur in Bereichen erscheinen, die sich ausdrücklich mit Qualitäts- und Sicherheitsmanagement befassen, nicht im allgemeinen Verkaufsbereich.
𝐑𝐢𝐬𝐢𝐤𝐨𝐛𝐚𝐬𝐢𝐞𝐫𝐭𝐞 𝐅𝐞𝐬𝐭𝐥𝐞𝐠𝐮𝐧𝐠 𝐝𝐞𝐫 𝐑𝐨𝐡𝐬𝐭𝐨𝐟𝐟𝐩𝐫ü𝐟𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫𝐯𝐚𝐥𝐥𝐞
Auditoren oder vor allem Kunden fragen häufig:
„Wie wurde die Häufigkeit von Rohstoff- und Endproduktanalysen festgelegt?"
Die Standardantwort lautet oft: „𝐑𝐢𝐬𝐢𝐤𝐨𝐛𝐚𝐬𝐢𝐞𝐫𝐭.“
Doch was bedeutet das konkret und wo ist es dokumentiert?
„Risikobasiert“ klingt gut – doch oft fehlt der Nachweis, wie genau das Risiko bewertet wurde und warum daraus dieses Prüfintervall resultiert.
Das Beispiel Sonnenblumenkerne 🌻🌻 zeigt, wie die Gefahrenanalyse zu Rückständen und Kontaminanten in Rohstoffen nachvollziehbar in ein 𝐇𝐀𝐂𝐂𝐏-𝐊𝐨𝐧𝐳𝐞𝐩𝐭 integriert werden kann.
𝐅𝐨𝐨𝐝 𝐅𝐫𝐚𝐮𝐝 – 𝐤𝐧𝐢𝐟𝐟𝐥𝐢𝐠 𝐚𝐛𝐞𝐫 𝐦𝐚𝐜𝐡𝐛𝐚𝐫!
Viele Lebensmittelsicherheitsstandards fordern heute einen 𝐏𝐥𝐚𝐧 𝐳𝐮𝐫 𝐁𝐞𝐤ä𝐦𝐩𝐟𝐮𝐧𝐠 𝐯𝐨𝐧 𝐋𝐞𝐛𝐞𝐧𝐬𝐦𝐢𝐭𝐭𝐞𝐥𝐛𝐞𝐭𝐫𝐮𝐠. Doch wo fängt man an, wie tief muss die Verwundbarkeitsanalyse gehen, und was reicht dem Auditor wirklich?
Das Beispiel zeigt die zwei wesentlichen Schritte zur Erstellung eines möglichen Planes.
Neben dem Produktrisiko spielt auch das Lieferantenrisiko eine wichtige Rolle. Ganz pragmatisch gilt:
💡 𝐉𝐞 𝐛𝐞𝐬𝐬𝐞𝐫 𝐞𝐢𝐧 𝐋𝐢𝐞𝐟𝐞𝐫𝐚𝐧𝐭 𝐛𝐞𝐢𝐦 𝐓𝐡𝐞𝐦𝐚 𝐋𝐞𝐛𝐞𝐧𝐬𝐦𝐢𝐭𝐭𝐞𝐥𝐛𝐞𝐭𝐫𝐮𝐠 𝐚𝐮𝐟𝐠𝐞𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐭 𝐢𝐬𝐭, 𝐝𝐞𝐬𝐭𝐨 𝐠𝐞𝐫𝐢𝐧𝐠𝐞𝐫 𝐟ä𝐥𝐥𝐭 𝐦𝐞𝐢𝐧 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐞𝐫 𝐏𝐫ü𝐟- 𝐮𝐧𝐝 𝐊𝐨𝐧𝐭𝐫𝐨𝐥𝐥𝐚𝐮𝐟𝐰𝐚𝐧𝐝 𝐚𝐮𝐬.
Mein Ziel in der Beratung: Komplexes greifbar machen und Food Fraud so pragmatisch angehen, dass es im Berufsalltag funktioniert.
𝐒𝐜𝐡𝐰𝐚𝐜𝐡𝐞𝐬 𝐙𝐞𝐫𝐭𝐢𝐟𝐢𝐳𝐢𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠𝐬𝐚𝐮𝐝𝐢𝐭 𝐭𝐫𝐨𝐭𝐳 𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞𝐫 𝐀𝐮𝐝𝐢𝐭𝐬
Man führt regelmäßig interne Audits durch, und trotzdem fällt das Zertifizierungsaudit schlechter aus als erwartet. Doch woran liegt das?
Bei der Vorbereitung einer Mitarbeiterschulung zum internen Auditor für einen Kunden stellte ich mir immer wieder diese Frage. Ein schlechtes Auditergebnis bedeutet jedoch nicht gleich, dass das System versagt hat, sondern eher, dass die Auditmethodik nicht den IFS-Anforderungen entspricht.
Oft liegt der Fokus zu sehr auf Formalitäten wie Checklisten und der Dokumentation, anstatt auf der tatsächlichen Umsetzung im Betrieb. Interne Audits werden häufig nach ISO-Logik geführt, bei der die Prüfung des Systems im Vordergrund steht, wobei der IFS Produktsicherheit und Praxisorientierung verlangt. Nicht umsonst zählen zu den drei häufigsten C-Abwertungen
1.10.2 Reinigung und Desinfektion
4.17.4 Zustand der Ausrüstungsgegenstände
4.12.2 Produktkontamination.
Erfolg verspricht interne Audits wie echte IFS Food-Audits durchzuführen und die Kompetenz der Auditoren regelmäßig zu schulen.
IFS Food 8 Doctrine V 4
Der IFS konkretisiert in seiner neuen Doctrine zum IFS Food Version 8 einige 👉 Anforderungen. Welche das sind erfahren Sie hier:
IFS Food Guideline
Der IFS hat kürzlich die deutsche Version der beliebten 𝐈𝐅𝐒 𝐆𝐮𝐢𝐝𝐞𝐥𝐢𝐧𝐞 herausgegeben. Es handelt sich um eine empfehlenswerte Informationsquelle, da die einzelnen Anforderungen anhand typischer Auditorenfragen näher erklärt werden.
𝐓𝐫𝐨𝐭𝐳 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐬 𝐓𝐨𝐨𝐥𝐬 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐞𝐬 𝐬𝐜𝐡𝐰𝐞𝐫 𝐬𝐞𝐢𝐧, 𝐝𝐢𝐞 𝐁𝐞𝐝𝐞𝐮𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐝𝐞𝐫 𝐀𝐧𝐟𝐨𝐫𝐝𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐳𝐮 𝐯𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞𝐡𝐞𝐧. Ich helfe bei der Interpretation und gebe Tipps diese in Ihrem Unternehmen umzusetzen.
Zum Dokument: IFS_Food_v8_audit_checklist_guideline_v1_DE.pdf
IFS Food 8 𝐕𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞𝐡𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐚𝐧𝐰𝐞𝐧𝐝𝐞𝐧
Im Folgenden möchte ich Tipps zur Interpretation der Standardanforderungen an die Hand geben. Ein wichtiger Punkt ist hierbei der 𝐔𝐧𝐭𝐞𝐫𝐬𝐜𝐡𝐢𝐞𝐝 𝐯𝐨𝐧 „𝐦𝐢𝐧𝐝𝐞𝐬𝐭𝐞𝐧𝐬“ 𝐮𝐧𝐝 „𝐳. 𝐁.“
Beinhaltet eine Anforderung den Wortlaut „mindestens“, verlangt der IFS-Auditor genau nach diesen genannten Punkten. Bei der untenstehenden Anforderung 3.2.1 bedeutet dies, dass die Hygieneregeln des Betriebes die Punkte Haare und Bärte, Schutzkleidung sowie Handreinigung, etc. beinhalten 𝐌Ü𝐒𝐒𝐄𝐍!
𝐐𝐌-𝐀𝐥𝐥𝐭𝐚𝐠 𝐯𝐬. 𝐄𝐢𝐧𝐚𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭𝐮𝐧𝐠
Der Einarbeitungsplan steht, die Fachabteilungen sind informiert, der neue Mitarbeiter kann kommen! Bereits am ersten Arbeitstag erreicht dich eine heftige Kundenreklamation. Das Erstgespräch verläuft daher kürzer als gedacht. Die neue Kraft kann sich in der Zwischenzeit die Unternehmensleitlinien und das QM-Handbuch durchlesen.
Am Folgetag hinkt die Produktion aufgrund einer Störung hinterher. Der Produktionsleiter verschiebt daher den geplanten Produktionsrundgang auf die Folgewoche. Um die Lücke zu füllen, bindest du deinen neuen Kollegen gleich in die Reklamationsbearbeitung mit ein.
Major - eine unterschätzte Gefahr
Beim Thema Zertifikatsverlust denkt man in erster Linie an die Missachtung einer der 10 KO-Anforderungen. Was jedoch nicht sofort ins Bewusstsein rückt ist, dass auch der Erhalt einer Major-Bewertung ein Aussetzen, bzw. den Verlust der Zertifizierung mit sich bringt. Auch nach wirksamer Behebung der Nichtkonformität ist eine Zertifizierung lediglich auf Basisniveau möglich.
Um dem vorzubeugen, ist es wichtig zu wissen, unter welchen Voraussetzungen ein Major vergeben wird.
IFS Food 3.2.1 Risikobasierte Vorgaben zur Personalhygiene
Und wie man es schafft, dass diese Anforderungen auch eingehalten werden.
Mit der Anforderung 3.2.1 werden konkretere Mindestanforderungen an die Personalhygiene gestellt. Das Thema Rauchen wurde um die Punkte Dampfen oder die sonstige Verwendung von Tabak präzisiert. Weitere risikobasierte Vorgaben betreffen künstliche Fingernägel und Wimpern.
Doch wie schafft man es, dass diese und andere Hygienevorgaben auch nachhaltig umgesetzt werden?
Warum es nichts nützt der Dokumentation hinterherzulaufen..
...und was man stattdessen tun sollte..
Es kann für eine Qualitätsfachkraft ziemlich demotivierend sein, zum X-ten Mal auf fehlende Unterschriften bei den Reinigungsdokumenten hinzuweisen oder die nicht geführte Glasbruchcheckliste zu monieren.
Nicht selten, dass diese irgendwann entmutigt aufgibt und den Dingen seinen Lauf lässt, bis vorm anstehenden Audit erneut versucht wird, Fehler auszumerzen und Mitarbeiter für die Dokumentation zu begeistern.
„Besser ist es den Mangel aktiv zu beseitigen, bevor er entsteht, anstatt den Fehlern nachzulaufen!“
1. Dokumentiert ist noch lange nicht kontrolliert!
Oft werden Kontrollen gar nicht gemacht und daher nicht dokumentiert. Hier sollte der Prozess durchleuchtet werden und das Management angepasst werden! Eine unzureichende Einarbeitung führt auch dazu, dass Kontrollen erst gar nicht verstanden werden.

